Handbuch: General

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Das deutschsprachige OpenMPT-Handbuch
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Tab general.png

Im General-Tab lassen sich die Haupteigenschaften eines Moduls einstellen, wie etwa das (Start-)Tempo, die Lautstärke der einzelnen Kanäle und das Integrieren von VST-Plugins in das Modul.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Moduleigenschaften

Tempo, Lautstärke und Modultyp

Ganz oben, wo untitled steht, kann man seinem Modul einen Namen geben. Dieser kann je nach Modultyp bis zu 27 Zeichen lang sein.

Rechts daneben steht die Art des Moduls (hier: IT(ImpulseTracker)) und die Anzahl seiner Kanäle (hier: 32 channels). Diese Eigenschaften lassen sich über den darunter liegenden Button Song Properties (wird am Ende dieses Unterkapitels beschrieben) abändern.

Maximale Titellänge
Modultyp Länge
MOD 20
XM 20
S3M 27
IT 25
MPTM 25

Das Start-Tempo lässt sich mit dem Regler Initial Tempo oder dem darunter liegenden Eingabefeld abändern. Mögliche Werte liegen hier zwischen 32 und 512. Je höher der Wert, desto schneller ist das Modul. In dem Feld Ticks/Row beschleunigt ein niedrigerer Wert das Lied. Diese Werte können später im Modul geändert werden, es können also beliebige Tempowechsel eingebaut werden. Jedoch sind dann nur Werte zwischen 32 und 255 möglich (Hex: 20-FF).

Im Gegensatz zum Initial Tempo hat die Einstellung Ticks/Row entscheidenden Einfluss auf viele Effektbefehle, da dieser Wert eine grundlegende Bedeutung für die internen Berechnungen eines Trackers hat (TODO?).

Unter Restart kann man die Neustartposition einstellen, also die Position, an der das Modul neu startet, nachdem es durchlaufen wurde. Achtung: Dieser Wert wird zwar auch in IT-Dateien gespeichert, aber der Impulse Tracker weiß nichts damit anzufangen!

Der Lautstärkeregler Initial global vol ist für die allgemeine Lautstärke. VSTi vol ist der Lautstärkeregler für VST-Instrumente und Sample vol ist für die Lautstärke der Samples gedacht.

Ist Loop Song aktiviert, wird das Modul so lange wiederholt, bis man Stop drückt, wohingegen im deaktivierten Zustand das Modul nur einmal durchlaufen wird.

Der Button Player Settings... führt zu dem Reiter Player im Setup-Fenster.


[Bearbeiten] Song Properties-Dialog

Song Properties-Dialog

Im oberen Bereich (Type) kann die Art des Moduls gewählt werden. Hier lässt sich das geöffnete Modul in ein anderes Format konvertieren. Mögliche Formate sind MOD, S3M, XM, IT, ITP und MPTM.

Neben der Einstellung für den Modultyp ist ein weiteres Auswahlfeld, wo du die Anzahl der Kanäle deines Moduls einstellen kannst. Abhängig von der Art des Moduls kannst du hier bis zu 127 Kanäle einstellen. Falls du noch nicht weißt, wie viele Kanäle du brauchst, empfiehlt es sich daher, entweder IT oder MPTM zu benutzen, da diese Formate die größte Anzahl an Kanälen unterstützen.


Im Abschnitt Playback kannst du je nach Modul-Art verschiedene Optionen aktivieren:

  • Linear Frequency Slides: Ist diese Option aktiviert, ist bei einem Portamento die Frequenz der aktuell gespielten Note egal – Der Effekt wird immer gleich "schnell" ausgeführt (E26 würde bei Tempo 6 z.B. immer exakt eine Oktave nach unten gehen).
  • Fast Volume Slides: Gibt's nur im S3M-Format. Volume Slides werden dabei etwas schneller ausgeführt, was dem fehlerhaften Verhalten einiger alten Versionen von Scream Tracker entspricht.
  • Extended Filter Range: Lowpass- und Highpass-Filter decken ein größeres Frequenz-Spektrum ab (die maximale Frequenz wird verdoppelt).
Hinweis.gif Kompatibilitäts-Tipp:
Der Lowpass-Filter von OpenMPT arbeitet bekanntlich anders als der im Impulse Tracker. Aktiviere "Extended Filter Range", um die Bandbreite des Filters in OpenMPT zu erweitern. Dadurch klingt der Filter zwar immer noch anders, aber XMPlay wird dann bei deinen Modulen den ModPlug-Filter und nicht den Impulse Tracker-Filter anwenden!
  • Old Effects: Hierbei werden einige Effektbefehle wie in früheren Versionen des Impulse Trackers interpretiert, z.B. sind Vibrato und Tremolo "tiefer". Sollte generell nicht aktiviert werden.
  • Compatible Gxx: Wenn diese Option deaktiviert ist, wird der Effektspeicher von Gxx mit dem von Exx und Fxx geteilt (allerdings nur, wenn das Flag "More IT compatible playback" aktiviert ist). Ein F04, gefolgt von einem G00 ist dann also equivalent zu F04 und G04. Außerdem setzen im Instrumenten-Modus auch mit Gxx angeschlagene Noten die Hüllkurven (Lautstärke, Panning, Pitch / Filter) zurück.
  • ProTracker 1.x Mode: Diese Modus orientiert sich stärker an den Eigenheiten der ersten ProTracker-Versionen. Dabei werden Effekte wie "on-the-fly sample swapping" (Wechsel des Samples, ohne die Note zu wechseln) unterstützt, die in späteren PT-Versionen wieder entfernt wurden. Außerdem werden jegliche Panning-Effekte ignoriert und Noten generell auf die Noten C-4 bis B-6 eingeschränkt.

Im Abschnitt Extended Playback Options kannst du verschiedene Optionen aktivieren, die nur OpenMPT versteht.

  • Mix Levels: Verschiedene Lautstärkemodi, die Hauptsächlich das Handling von VST(i)-Effekten beeinflussen. Möchtest du VST(i)-Effekte benutzen, solltest du jeweils den aktuellsten Mix-Modus (im Moment RC3) verwenden - Sonst können ungewünschte Effekte auftreten. Der Modus "Original" ist dagegen näher an den Lautstärkepegeln von ModPlug Tracker 1.16.
  • More Impulse Tracker (Fasttracker 2) compatible playback: Das Verhalten der Abspielroutinen ist näher an dem von Impulse Tracker (bei IT/MPTM) bzw Fasttracker 2 (XM). Diese Option sollte generell aktiviert sein, wenn du deine Module veröffentlichen willst. Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Musikstücke in den Original-Trackern und Playern wie XMPlay gleich klingen, ist dann wesentlich höher.
  • Plugin volume command bug emulation ist nur als Kompatibilitäts-Option für Module gedacht, die mit OpenMPT 1.17.02.47 oder älter erstellt wurden und VST-Instrumente benutzen und sollte generell vermieden werden.
  • Old random variation behaviour for instruments ist ebenfalls nur als Kompatibilitäts-Option für alte ModPlug-Module gedacht und emuliert einen Fehler in der Berechnung der "Random Variation"-Werte.

Im Abschnitt Tempo können verschiedene Tempo-Modi ausgewählt werden. Nur der "Classic"-Modus wird auch von anderen Trackern verstanden.


Bei der Versionsinfo steht, mit welcher Version von OpenMPT das Modul erstellt und mit welcher es zuletzt gespeichert wurde.

Hinweis.gif Beim Konvertieren solltest du bedenken, ...
dass aufgrund des unterschiedlich großen Befehlsumfangs der Modultypen, sowie aufgrund von Eigenheiten der verschiedenen Formate die Konvertierung unter Umständen ganz böse verlaufen kann.
Allgemein ist es besser, du machst dir vorher Gedanken, in welchem Format du ein Modul erstellen willst, da das Anpassen nach einer Konvertierung recht mühsam sein kann. Bei einem frischen Modul brauchst du dir darüber natürlich keine Gedanken zu machen ;-).


[Bearbeiten] Kanaleigenschaften

Kanaleigenschaften

In dem hier abgebildeten Fensterbereich kann man die Werte für die einzelnen Kanäle ändern. Es werden jeweils immer 4 Kanäle angezeigt. Je nachdem, wie viele Kanäle man in seinem Modul hat, sieht man oben eine Karteiliste, über die sich eine Gruppe von jeweils 4 Kanälen auswählen lässt.

Direkt darunter steht immer, welche Kanäle man gerade angezeigt bekommt (z.B. Channel 1).

In der weißen Fläche kann man jedem Kanal einen individuellen Namen geben.

Anfangslautstärke und -Panning (also das Links-Rechts-Verhältnis eines Kanals) kann man mit den Eingabefeldern, bzw. Schiebereglern verändern. Die Lautstärke lässt sich zwischen 0 und 64 einstellen und das Panning zwischen 0 (Links), 128 (Mitte) und 256 (Rechts).

Ist Mute aktiviert, ist der Kanal stumm geschaltet.

Mit Surround lässt sich Surround für einen bestimmten Kanal ein- bzw. abschalten.

Über Effect lassen sich für jeden Kanal Effekte hinzufügen, auf die wir im nächsten Abschnitt eingehen.


[Bearbeiten] Plugins

Hinweis.gif Hinweis:
Plugins werden nur in IT-, XM- und MPTM-Modulen gespeichert und werden von keinem anderen Tracker oder Player interpretiert. Ausnahme: DMO-Effekte werden von XMPlay verstanden.


Hier werden Plugins integriert und ihre Parameter eingestellt

Es lassen sich 3 Typen von Effekten integrieren:

  • VST-Effekte
  • VST-Instrumente
  • DirectX-Audio-Effekte (Auch bekannt als "DMO")

Letztere sind normalerweise auf jedem Windows-Rechner mit DirectX (ab Version 8) schon vorinstalliert. Diese Effekte sind zwar nicht die besten und es sind auch nicht viele, aber sie haben den Vorteil, dass sie auch von anderen Playern verstanden werden (XMPlay unterstützt DMO-Effekte beispielsweise). Über den Button Select (In der Abbildung rechts in der Mitte) kann man auf diese Effekte zugreifen. Es öffnet sich dann ein Fenster, der Plugin Manager, mit einer Liste aller verfügbaren Plugins, die den 3 oben genannten Kategorien untergeordnet sind. In diesem Fenster können über den Button New Plugin... neue Plugins der Liste hinzugefügt werden. Diese sind für gewöhnlich dll-Dateien.


Hinweis.gif Mehrere Dateien gleichzeitig ...
kannst du der Liste hinzufügen, indem du nach einem Klick auf New Plugin... im daraufhin erscheinenden Dateiauswahldialog die Strg-Taste gedrückt hältst und die Dateien anwählst die du deiner Liste hinzufgen möchtest.

Wenn du einen Bereich oder gleich alle Plugin-Dateien in einem Verzeichnis hinzufügen möchtest, klickst du die erste Datei an. Danach gehst du zur letzten Datei und wählst diese nun bei gedrückter Shift-Taste an. Dies sollte den gesamten Bereich zwischen diesen beiden Dateien anwählen. Nun brauchst du nur noch auf öffnen zu klicken und alle angewählten Dateien werden nun der Liste hinzugefügt (sofern es sich bei diesen Dateien auch um Plugins handelt).


Insgesamt können 100 Effekte gleichzeitig genutzt werden. Möchte man einen Effekt hinzufügen, kann man durch drücken des Buttons >> zu einem undefinierten Bereich weiterschalten und danach wieder Select drücken, um einen Effekt auszuwählen.

Ist ein Plugin geladen worden, kann man nach drücken auf Edit... die Parameter der Funktionen verändern, die von dem jeweiligen Plugin bereitgestellt werden.

Durch das Drücken auf Move kann man einen Effekt auf einen beliebigen anderen Effektplatz verschieben.

Mit Insert... kann man vor dem aktuellen Plugin ein Plugin dazwischenschieben. Dies ist dann sinnvoll, wenn man die Soundausgabe des neuen Plugins auf den Eingang des anderen umleiten will. Dies funktioniert nämlich nur von einem niedrigen Effektplatz auf einen Hohen.

[Bearbeiten] Mix Settings

Master Das Plugin wird auf alle Kanäle gleichzeitig angewendet. Dieses Plugin kann dann durch lokale Plugins, die du auf bestimmte Kanäle oder Instrumente anwendest, ersetzt werden. Pro Kanal ist nämlich nur ein Plugin möglich.
Bypass Hier lässt sich die Ausgabe des Plugins umgehen
Dry Mix Das Einschalten dieser Option lässt die Ausgabe trockener klingen. Hier wird die Originalausgabe mit der des Plugins vermischt.
Wet-Dry-Regler Mit diesem Regler lässt sich einstellen, ob die Soundausgabe komplett über das Plugin laufen soll (100% wet), oder ob die Soundausgabe des Plugins mit dem "Input" des Plugins, also der ursprünglichen Wellenform, vermischt werden soll. Ist der Regler ganz rechts (100% dry), ist die Ausgabe komplett trocken, das heißt, sie wird nicht durch das Plugin verändert.
Mix-Mode Gibt an, wie das Ausgangssignal aus dem Originalsignal und der Ausgabe des VSTs berechnet werden soll.
Gain Hier kann man die Vorverstärkung des Plugins einstellen. x1.0 ist Standard.
Output to Hier kannst du bestimmen, an welches VST-Plugin die Ausgabe dieses Plugins gesendet werden soll (bei DMO-Effekten nicht möglich)
Persönliche Werkzeuge